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Inhalt

 



 

Hufpflege bei erwachsenen Pferden

Durch den Besitzer / Reiter

  • Regelmäßig Hufe auskratzen, dabei Steinchen aus der weißen Linie entfernen (Vermeidung von Hufabszess)
  • Darauf achten, dass die Einstreu in der Box sauber und trocken ist und das Pferd auch im Auslauf nicht im Matsch steht (Vermeidung von Strahlfäule)
  • Überprüfen der Eisen auf Festigkeit
  • Bei schlechten Hufen Biotin zufüttern
  • Bei trockenen Hufen die Hufe regelmäßig waschen und dann den Huf außen (nicht unten an der Sohle) einölen. Wir empfehlen dazu das Huföl von leovet.
  • Einhaltung der Schmiedeperiode – rechtzeitiges Bestellen des Hufschmieds.

Durch den Hufschmied

  • Regelmäßig Beschlagen und / oder Ausschneiden
  • Erhaltung und Wiederherstellung der regelmäßigen Hufform
  • Berundung des Tragerandes bei Barhufgängern
Hufbeschlag

 

Link zu Fotos vom Hufbeschlag

 

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Der Hufmechanismus:

Erklärung:

Der Hufmechanismus lässt sich wie ein Saug- und Druckmotor erklären.

  • Beim Auftreten drückt das Kronbein auf die Hornkapsel, die Trachten und die Seitenwände und so erweitert sich der Huf.
  • Beim Abfußen zieht sich der Huf wieder zusammen. Ein guter Strahl trägt zu einem guten Hufmechanismus bei, da dieser das Blut besser pumpt.

Erkennen:

  • Beim beschlagenen Pferd lässt sich der Hufmechanismus gut an der Scheuerrinne (am Eisen) erkennen.
  • Beim unbeschlagenen Pferd an reichlich Zerfallshorn an der Sohle.
  1. Weite Hufe haben einen guten Hufmechanismus und einen ausgeprägten Strahl.
  2. Enge Hufe haben einen schlechten Hufmechanismus und einen schlecht ausgeprägten Strahl.
  3. Bei einem Hufbeinbruch muss man den Hufmechanismus ausschalten durch Seitenkappen hinter der weitesten Stelle des Hufes.

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Hufzubereitung

Die einzelnen Schritte der Reihe nach:

  • Beurteilen des Pferdes in Stand, Schritt und Trab
  • Verwendungszweck erfragen
  • Mittelhand wegen der Eisenlänge überprüfen
  • Öffnen der Nieten
  • Abnehmen des Eisens ohne dass ein Sohlendruck entsteht
  • Eisen beurteilen, ob es abgelaufen ist
  • 3 Probeschnitte
  • Huf ausschneiden (Strahl, Eckstrebe, Trachte, Sohle schonend behandeln)
  • Tragerand kürzen und dabei beachten, dass noch aufgebrannt werden muss
  • Stellung korrigieren
  • Den Huf von oben und der Seite auf Planheit überprüfen


  • Huf
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Der Fohlenhuf

Das Hufkissen, das sich am Huf befindet dient nur zum Schutz der Stute.
Das Hufkissen sollte nach spätestens 2-3 Tagen abfallen, ansonsten muss der Tierarzt konsultiert werden. Der Fohlenhuf ist ein Tragerandzwanghuf, der durch Laufen auf hartem Boden weiter wird. Erste Korrekturen nach ca. 4-8 Wochen, wobei Sohle, Strahl und Eckstreben geschont werden sollen.


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Fehlstellungen


 

Bockhuf

Entstehung:

  • Durch Scharren
  • Vererbung
  • Durch unbemerkten Hufabszess

Beschlag und Behandlung:

  • Bockhuf alle 3-4 Wochen korrigieren
  • Halbmondeisen, vermehrt die Trachten kürzen (kann klamm gehen oder dicke Sehne bekommen wegen Radikalkur)
  • Nach 3 Monaten Röntgen wegen evtl. Hufbeinveränderung
  • Bewegung auf hartem Boden, keine Matratze, keine Koppel mit tiefem Boden
  • Hufschuh
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Durchtrittigkeit

Endstehung:

  • Durch Vererbung, durch zu lange Bänder, Sehnen

Beschlag und Behandlung:

  • Durchtrittigkeits-Eisen, harten Boden
  • Im Sport nicht so gut, weil anfällig auf Sehnenschäden
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Hufkrankheiten und -probleme


 

Wie erkenn ich eine Lahmheit:

Arten:

  • Stützbeinlahmheit
    Vom Huf bis zu dem Karpalgelenk – mit Pulsation
  • Hangbeinlahmheit
    Vom Karpalgelenk bis zu dem Schulterblatt – ohne Pulsation

Symptome:

  • Eine Lahmheit an den Vordergliedmaßen erkennt man am Nicken des Kopfes und am Schonen des verletzten Hufes
  • Eine Lahmheit an den Hintergliedmaßen erkennt man an der Kruppe und am Schonen des kranken Hufes

Untersuchung:

  • Pferd im Stand anschauen
  • Überprüfen der Pulsation
  • Nach Schwellungen abtasten
  • Huf abdrücken mit Abdrückzange
  • Bei geringer Lahmheit vorführen lassen

Feststellung einer Hangbeinlahmheit:

  • Bei enger Wendung in tiefem Boden
  • Gehörprobe, das Pferd tritt dann meist kurz - lang!

Tierarzt beiziehen.

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Was ist Spat?

Erklärung:

  • Spat ist eine Knochenauftreibung auf der Innenseite des Sprunggelenks (Tarsalgelenk)
  • Es ist eine Verschleißerscheinung
  • Durch die Durchblutung der Gelenkkapsel entstehen Kalkablagerungen an den Gelenkspalten
  • gern bei Dressur- und Springpferden
  • Das Pferd muss sich einlaufen und hat vorher einen klammen Gang

Diagnose:

Durch Beugeprobe: 1,5 min Beugen und gleich antraben lassen. Nach
ca. 6 Schritten sollte sich das Pferd eingelaufen haben.
Wenn nicht, dann liegt die Vermutung nahe, dass das Pferd Spat hat.
Auf jeden Fall den Tierarzt hinzuziehen.

Beschlag:

  • Angerolltes oder zurückgesetztes Eisen
  • Angeschmiedete Zehenrichtung
  • Lange Schenkel
  • Höher Stellen
  • Eier-Eisen

 
Einlaufzeit bis Besserung eintritt (4-6 Wochen).

 

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Das Wesen der Entzündung

Erklärung:

  • Bei einer Entzündung fließt das Blut nicht so leicht aus den Gefäßen
  • Das Blut fließt langsam und dringt nach außen
  • Dabei sammelt es sich um den Schadensherd
  • Durch diesen Druck entsteht eine Schwellung

Endstehung:

  • Durch Prellen
  • Durch Anschlagen
  • Durch Fremdkörper (Abszess)
  • Durch Brennen
  • Durch zu starkes Ausschneiden
  • Durch Vernageln

Symptome:

  • Rötung unter der Haut (nicht sichtbar wegen Fell)
  • Schwellung und Wärme
  • Erhöhte Pulsation
  • Druckempfindlichkeit
  • Funktionsausfälle
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Hufrollenentzündung

Merkmale:

  • Stolpern
  • Ungleich lahm
  • Wendeschmerz
  • Äußerlich sieht man nichts
  • Tritt nur vorne auf
  • Springpferde stoppen in der Kombination

Tierarzt:

  • Röntgen
  • Beschlag absprechen

Ursache:

  • Vererbung
  • Verschleiß
  • Lange Zehen
  • Oft bei Springpferden

Erklärung:

Die tiefe Beugesehne, die am Hufbein befestigt ist, läuft über einen Schleimbeutel (das Kissen) zum Strahlbein. Durch Reibung (beim Springen z.B. durch Anziehen der Vorderbeine über dem Sprung) entsteht ein Schmerz. Die Hufrollenentzündung ist eine Stützbeinlahmheit.

Beschlag und Behandlung:

  • Gute Zehenrichtung
  • Gerader Zehenteil
  • Eiereisen
  • Stoßbrechende Einlage
  • Hoher o. steiler stellen
  • Beschlagsperiode einhalten
  • Viel Bewegung

Hufrolle

 

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Was ist Strahlfäule

Erklärung:

Strahlfäule ist ein Zerfallsprozess des Strahls durch Bakterien.
Vorkommend meist bei schmalen Hufen, da bei diesen der Strahl wenig
entwickelt ist

Ursache:

  • schlechte Stallhaltung
  • schlechte Hufpflege
  • nasser, tiefer Boden

Strahlfäule kann zu Strahlkrebs führen!

Behandlung:

Befallenes Horn wegschneiden und ausbrennen.
Bei Strahlkrebs wird das Tier im liegen unter Narkose behandelt,
dabei wird das ganze befallene Horn entfernt bis auf die Lederhaut.

Vorbeugung:

  • Sauberes, trockenes Einstreu.
  • Regelmäßige  Hufpflege.

Mittel zur Weiterbehandlung:

  • Rivanoltabletten
  • Jodoformäther
  • Kupfersulfat (-vitriol)

KEIN HOLZTEER!!!

Beschlag:

Normaler Beschlag, nur im schlimmsten Fall Deckeleisen oder Eiereisen mit Splintverband.

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Welche Hornspalten gibt es? Wie können sie behandelt werden?

Herkunft:

  • Verletzung am Saumband (Hornkluft)
  • Enge, kurze Eisen und harter Boden
  • Stellungsfehler (Spannung im Huf)
  • Starke Belastung auf der Hornkapsel

Arten:

  • Durchgehende Hornspalten
  • Windrisse
  • Blutender Spalt
  • Hornkluft
  • Zehen-, Seiten- und Trachtenwand-Hornspalten

Beschlag:

  • Zehenhornspalt:         
    • Zehe schweben lassen
    • quer raspeln / brennen /schneiden
    • Keine Zehenkappen
    • Stoßbrechende Einlage
  • Seitenhornspalt:
    • An dieser Stelle nicht nageln
    • Spalt frei liegen lassen
    • Spitz wie einen Kirchturm ausschneiden

  • Trachtenhornspalt (THS):
    • ¾-Eisen mit Steg
    • Schrauben, kleben, klammern

  • Beidseitige THS:
    • Meist bei Trabern
    • Pilzeisen mit feuchtem Filzband am Saumrand

Nachsorge für Besitzer:

  • Gute Hufpflege
  • Biotin
  • Sonnenblumenöl
  • Filzband anbringen und angießen

 

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Hufrehe und Rehehuf

Es gibt 3 Arten von Hufrehe:

  1. Belastungsrehe
    Entsteht durch harten Boden, schwere Eisen, wenig Futter, viel Arbeit, nasser/tiefer Boden
  1. Geburtsrehe
    Entsteht durch Giftstoffe, die in die Blutbahn geraten, wenn die Nachgeburt nach 1,5 Std. noch nicht vollständig abgegangen ist (Tierarzt holen).

  2. Futterrehe
    Zu viel Gras und Eiweiß, oft im Frühjahr, Fütterung zu nasser Silage

Rehe kann auch an den Hinterhufen durch eine Knie- oder Sprunggelenksoperation auftreten. Rehe kann nach 48 Std. bereits chronisch werden!

Merkmale:

  • Starke Trachtenfußung
  • Hintergliedmassen werden weit unter den Bauch gestellt
  • Pulsation
  • Wendeschmerz
  • Abdrücken an der Strahlspitze

Erste Hilfe:

  • Die ersten Zehennägel ziehen
  • Eisen abnehmen
  • Mit Säge Schwebe einschneiden
  • Höher stellen durch Mullbinden oder Plastikkeile
  • Hufverband

Tierarzt:

  • Aderlass
  • Schmerzmittel
  • Blutverdünner
  • Huf kühlen

Beschlag:

  • Zehe dünn raspeln
  • Zehennägel nicht setzen
  • Spezialeisen mit Steg und Silikon
  • Höherstellen
  • Zehe schweben lassen
  • Seitenkappen

Was geschieht im Huf:

Durch die Entzündung der Wandlederhaut macht der Aufhängeapparat auf, durch den Zug der tiefen Beugesehne am Hufbein wird das Hufbein nach unten gezogen, da kein Gegenzug mehr da ist - man spricht von einer Hufbeinrotation. Dadurch bildet sich in dem Hohlraum an der Zehe Narbenhorn. Die Ringe (Narbenhorn) laufen schräg nach hinten im Trachtenbereich. Die Verbreiterung der weißen Linie (Narbenhorn) bleibt.

Hufrehe

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Was ist ein Hufabszess?

Erklärung:

Es ist eine eitrige Entzündung im Huf – meist durch Einwirkung eines Fremdkörpers

Symptome:

  • Erhöhte Pulsation
  • Wärme
  • Druckempfindlichkeit
  • Schwellungen an der Sehne
  • Stützbeinlahmheit

Behandlung:

Abdrücken und Ausschneiden
Beim schwarzen Punkt oder Strich trichterförmig Nachschneiden
Wenn er sich nicht öffnen lässt, 2-3 Tage Hufverband anlegen (Sauerkraut-Leinsamen)
Bei geöffnetem Abszess Angußverband mit Rivanol – 2 bis 3 mal pro Tag nachgießen.

Hinweis:

Ein Hufabszess sucht sich den leichtesten Weg um aufzubrechen

Beschlag:

  • Beschlag mit Platten und Werk
  • Kein Silikon, da der Eiter sonst nicht raus kann und keine Luft ran kann

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Das Streichen

Erklärung:

Das Pferd verletzt die stützende Gliedmaße durch Streifen des anderen Fußes

Ursachen:

  • Ermüdung
  • Unebener, tiefer Boden
  • Fahrpferde bei engen Wendungen
  • Weit gelegte Eisen
  • Beim Laufen gegen das stützende Bein

Korrektur und Beschlag:

  • Innen etwas höher stellen
  • Eisen etwas eng halten – bodeneng schleifen
  • Gewichtseisen – äußerer Schenkel etwas breiter und schwerer
  • Streicheisen
  • Streichgamaschen
  • ¾-Eisen

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Greifen

Erklärung:

Die Hinterhand greift in die Vorderhand

  • Erkennen kann man es an einer Zehe der Hinterhand, die stark abgenutzt ist
  • Man sieht es auch durch Kratzer an der Zehe
  • Man hört es am Klang beim Laufen

Ursachen:

  • Ermüdung
  • Unebener Boden
  • Tiefer Boden
  • Lange Zehen
  • Kurze Mittelhand
  • Reitfehler
  • Vorne rückständig
  • Hinten vorständig

Beschlag:

  • Vorne:
    • Vordereisen etwas kürzer halten
    • Gute Zehenrichtung
    • An der Innenseite das Eisen gut abdachen
  • Hinten:
    • Eisen zurücksetzen – Horn überstehen lassen
    • Angeschmiedete oder gerade Zehe
    • Hinten höher stellen

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Was ist Schale?

Erklärung:

Schale ist eine Knochenauftreibung des Kronengelenks – eine Reizung der Knochenhaut. Durch die Durchblutung lagert sich Kalk ab. Es gibt eine innere und eine äußere Schale. Die äußere Schale ist sicht- und fühlbar, die innere sitzt meist am Gelenk. Beide sind druckempfindlich.

Schale ist nicht heilbar!

Vorkommen:

Oft bei Springpferden durch das Anschlagen an die Stangen

Beschlag:

  • Nach der Fußung ausschneiden
  • Rock’n-Roll-Eisen ohne Aufzüge
  • Stoßbrechende Einlage
  • Gute Zehenrichtung
  • Keine Stollen

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Was ist Hufknorpelverknöcherung?

Erklärung:

Die Hufknorpelverknöcherung sitzt auf den Hufbeinästen links und rechts. Man kann sie im Ballenbereich erfühlen. Es lagert sich Kalk an den Hufbeinknorpeln ab.

Erkennen:

  • Stützbeinlahmheit
  • Druckempfindlich im Ballenbereich
  • Genaue Diagnose durch Röntgen

Auftreten:

  • Bei schweren Pferden
  • Pferde, die viel auf hartem Boden gehen (Polizeipferde)
  • durch Stellungsfehler
  • durch gewölbte Strassen von Früher
  • gibt es nur vorne

Keine Heilung möglich – sind für den Sport unbrauchbar!

Beschlag:

  • Ausschneiden
  • Stoßbrechende Einlagen
  • Entlastungsschnitte im Trachtenbereich

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Was ist ein Nageltritt?

Erklärung:

Ein rostiger Nagel oder anderer Gegenstand ist in den Strahl oder eine der Strahlfurchen eingedrungen.

Symptome:

Hochgradige Stützbeinlahmheit, erhöhte Pulsation, Sehne kann dick sein

Erste Hilfe:

Nagel abzwicken, dass er nicht weiter eindringt, mit Mullbinden auffüllen, Hufverband anlegen
Tierarzt konsultieren!

Tierarzt:

  • Tetanus überprüfen
  • Röntgen
  • Nagel entfernen
  • Die Stelle trichterförmig ausschneiden
  • Durch viel Blut reinigt sich die Wunde fast von selbst
  • Angussverband anlegen, 2-3 mal am Tag angiessen
  • Wenn sich die Pulsation gelegt hat und der Tierarzt sein ok gibt, kann das Pferd beschlagen werden

Beschlag:

  • Deckeleisen zur Weiterbehandlung
  • Später mit Plattenwerk oder Watte
  • Kein Silikon

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Kronen- / Tragerandzwanghuf

Beides sind krankhafte Hufformen

Kronenzwanghuf

Erklärung:

Ist eine Einschnürung der Hornkapsel unterhalb des Kronenrandes

Herkunft:

Durch eingipsen bei Hufrehe oder Hufbeinbruch

Beschlag:

  • Breite Eisen
  • Beschlagsperiode überziehen
  • Stoßbrechende Einlagen

Tragerandzwanghuf

Erklärung:

Ist ein im Tragerandbereich sehr enger Huf, Eckstreben verstärkt verkürzt, wenig oder verkümmerter Strahl, schlechter Hufmechanismus

Herkunft:

Durch zu enge Eisen oder Vererbung

Beschlag:

  • Abdachung im Trachtenbereich
  • breite Eisen
  • Entlastungsschnitte

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Hohle Wand

Erklärung:

Die hohle Wand ist eine Zusammenhangstrennung innerhalb des Wandhorns und zieht sich weiter in Richtung des Kronrandes

Herkunft:

  • Ein oben aufgebrochener Hufabszess
  • Starke Medikamente
  • Stark aufgebrannt
  • Man merkt die hohle Wand beim Aufnieten am Klang

Behandlung:

  • Entfernung bis zum gesunden Horn
  • Kunsthorn auftragen
  • Klebebinden verwenden

Beschlag:

  • Breites Eisen
  • Die Stelle schweben lassen
  • Stoßbrechende Einlage

Lose Wand

Erklärung:

Die lose Wand ist eine Zusammenhangstrennung von Hornwand und Hornsohle im Bereich der weißen Linie

Herkunft:

  • Weite Hufe
  • Flachhuf

Behandlung:

  • Stelle reinigen und mit Watte, Hanf oder Silikon ausfüllen

Beschlag:

  • Eisen mit stoßbrechender Einlage

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Was ist eine Steingalle?

Erklärung:

Steingalle ist eine Quetschung oder Prellung der Sohlenfederhaut durch Steine oder harten Boden.
Es ist leicht verwechselbar mit einem Hufabszess wegen gleicher Symptome.

Symptome:

  • Rote Färbung unter der Sohle
  • Kann Schwellung an der Sehne haben
  • Druckempfindlich
  • Erhöhte Pulsation
  • Wärme
  • Stützbeinlahmheit

Arten:

  • Trockene Steingalle – Farbige Flecken an der Sohle
  • Nasse Steingalle – Feuchtigkeitsaustritt meist weiß oder durchsichtig

Auf keinen Fall Nachschneiden !!!

Anfällige Hufe:

  • Flachhuf
  • Weiter Huf
  • Vollhuf
  • Rehehuf

Behandlung:

  • Steingalle nicht Nachschneiden
  • Trockene Steingalle – Leinsamen- oder Sauerkrautverband
  • Nasse Steingalle – Angussverband

Tierarzt beiziehen!!!

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Vernagelung

Wir unterscheiden zwischen Nageldruck, Nagelstich und direkter Vernagelung

Nageldruck

Erklärung:

Der Nagel drückt an die Wandlederhaut – so entsteht die Lahmheit erst nach 3-4 Tagen nach dem Beschlag.

  • Stützbeinlahmheit
  • Erhöhte Pulsation
  • Abdrücken

Behandlung und Beschlag:

  • Angussverband für ein paar Tage, dabei stirbt das verletzte Gewebe ab
  • An dieser Stelle keinen Nagel setzen

Nagelstich

Erklärung:

Am Amboss vernagelt oder Nagel falsch herum gesetzt.
Man hört es am Ton und das Pferd zuckt

Behandlung und Beschlag:

  • Nagel entfernen und Stelle frei liegen lassen

Starke Vernagelung

Erklärung:

Das Blut kommt aus der Hornwand heraus

  • Pulsation

Behandlung:

  • Angussverband
  • Besitzer benachrichtigen
  • Tetanus sollte vorhanden sein

Bei schlechten Hufen keine Haftung!

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Flach- und Vollhuf

Der  Flachhuf:

  • Der Flachhuf hat eine flache Hufform und schräge Wände
  • untergeschobene oder wenig Trachten
  • Die Sohle ist fast eben mit dem Tragerand
  • einen kräftigen, gut ausgeprägten Strahl
  • einen gut ausgebildeten Hufmechanismus.
  • Schlechter Barhufgänger – anfällig für Steingalle

Der Vollhuf

  • ist ein Nachfolger des Flachhufes mit einem Reheschub mit eventueller Hufbeinrotation
  • Die Sohle ist höher als der Tragerand
  • Es sind Ringe an der Außenwand vorhanden
  • Der Huf hat untergeschobene Trachten, aber ebenfalls einen sehr gut ausgebildeten Strahl und Hufmechanismus.
  • Kann gar nicht barhuf gehen

Herkunft:

nasser Boden, Vererbung, Reheschub

Beschlag:

  • Breite Eisen mit Seitenkappen
  • Im Sohlenbereich gut abdachen
  • 2-3 mal die Woche mit Holzteer austeeren
  • Stossbrechende Einlagen
  • Nagellocher schräg auslochen
  • Alle 5 Wochen beschlagen

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© Michael Hildebrandt, staatl. gepr. Hufbeschlagschmied